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Noroviren

Fakten und Massnahmen zu den Noroviren
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Desinfektionsplan Noroviren
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Wussten Sie, dass Noroviren nicht nur ein Problem medizinischer Institutionen sind, sondern viel mehr ein Problem der ganzen Bevölkerung.
Noroviren treten gehäuft im Winterhalbjahr (Oktober bis März) auf und verursachen beim Menschen akute Brech-Durchfälle. Sie sind die häufigste Ursache für Ausbrüche in Spitälern, Alterspflegeeinrichtungen, Schulen, Ferienlagern und Hotels.
Noroviren-Ausbrüche können sämtliche Aktivitäten massiv beeinträchtigen und zur Schliessung von einzelnen Bereichen oder ganzen Betrieben führen.

Das Virus wird oral (via Mund) aufgenommen und führt innerhalb von ein bis zwei Tagen (Inkubationszeit) zu den typischen Symptomen der Noroviren-Erkrankung: massives und unkontrollierbares Erbrechen und / oder starker Durchfall. Bei älteren Personen können die Begleitsymptome (Übelkeit, Muskelschmerzen und Schlaffheit) bis zu einer Woche andauern. Die Symptome klingen in der Regel nach zwei bis drei Tagen ab. Wichtig ist, dass in der akuten Krankheitsphase der oftmals massive Flüssigkeitsverlust ersetzt wird.

Die Betroffenen scheiden das Virus während ihrer akuten Erkrankungsphase und mindestens zwei bis drei Tage danach massiv mit dem Stuhl aus und können es in dieser Phase auch auf andere Personen (fäkal-oraler Weg) übertragen. Im Erbrochenen ist ebenfalls eine hohe Anzahl von Viruspartikeln vorhanden. So können die Noroviren beim Vorgang des Erbrechens als feine Aerosole in die Luft gelangen und so auch grössere Distanzen innerhalb eines Raumes überwinden.

Noroviren können einige Tage in der Umwelt überleben und bleiben in dieser Zeit ansteckend. Der Kontakt mit kontaminierter Wäsche (Bettwäsche, verschmutze Kleider usw.) von Erkrankten kann für eine Ansteckung genügen.

Nur durch sofortige, geeignete Hygienemassnahmen können Ausbrüche verhindert werden: 
- Personal mit Symptomatik verlässt sofort den Arbeitsplatz und geht nach Hause 
- Personal darf frühestens 48 Stunden nach Abklingen der Symptomatik wieder arbeiten 
- Personal aus betroffenen Bereichen soll nicht an anderen Stellen im Haus arbeiten 
- Betroffene Bewohner oder Patienten müssen zwingend isoliert werden 
- Eigene Toilette für Erkrankte 
- Händedesinfektion! 
- Schutzkittel, Handschuhe, Mundschutz (Erbrechen) bei direktem Kontakt mit Erkrankten 
- Laufende Desinfektion im Zimmer inkl. Sanitärbereich 
- Laufende Desinfektion von Flächen mit häufigem Handkontakt (Türfallen, Liftknöpfe, Handläufe usw.) 
- Gezielte sofortige Desinfektion bei Verunreinigung von Flächen durch Stuhl oder Erbrochenes 

Ausbrüche können nur verhindert werden, wenn das Risiko frühzeitig erkannt wird, sämtliche Bereiche reagieren und die erforderlichen Massnahmen sofort eingeleiten. Dabei spielt gerade in einer medizinischen Institution die Zusammenarbeit von Hauswirtschaft und Pflege eine wesentliche Rolle.

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